Treffen in Leipzig
am 10. September 2005

Ein ungewohntes Bild vor dem PORSCHE-Werk in Leipzig. 21 Sportwagen versammelten sich vor dem Werktor - nein keine Porsche, aber auch reinrassige Sportwagen, nur diesmal die Legende aus der DDR -

MELKUS RS 1000

Axel Jäschke aus Leipzig zeichnete verantwortlich für die Organisation der Veranstaltung, die ein voller Erfolg werden sollte. Alle Teilnehmer danken ihm für die bravouröse geleistete Arbeit.

 

Auf dem Bild ist Axel Jäschke (links)  im Gespräch mit Peter Melkus (rechts) und Rolf Kleinert zu sehen.


Peter Melkus beim Fachsimpeln in der
Fahrergemeinschaft
Am Tag vor dem Treffen wurde Heinz Melkus beerdigt. In einer bewegenden Trauerfeier nahmen neben den Familienangehörigen hunderte Angehörige und Freunde, darunter auch eine Reihe von RS 1000 Fahrern, von dem genialen Konstrukteur und erfolgreichen Rennfahrer Abschied.
Sein Sohn Peter Melkus kam trotz dieses schmerzlichen Verlustes zum Treffen. Dies wäre sicher im Sinn von Heinz Melkus gewesen.
Der geplante Bau von fünf neuen RS 1000, der anläßlich des 50-jährigen Firmenjubiläums erfolgen soll, wird nun auch zur Ehrung von Heinz Melkus.
Ein MELKUS vor dem Porsche - Werk und der Slogan der Firma PORSCHE für die Veranstaltung:

"Auch wenn sich ein Barkas, ein Framo, ein RS 1000 und ein Porsche ein wenig unterscheiden:
Unser Enthusiasmus ist gleich groß."

(Website von Porsche-Leipzig)

Herr Bülow, der Leiter des Porsche-Werkes in Leipzig begrüßte die Gäste des Barkas-, Framo- und RS 1000 Treffens im "Diamanten", dem eindrucksvollen Bauwerk auf dem Werksgelände.
Ein großes Dankeschön geht an das Unternehmen PORSCHE, welches die Schirmherrschaft über die Veranstaltung hatte und mit der Veranstaltung im Werk, in dem der  "CAYENNE" und der Supersportwagen PORSCHE GT gefertigt werden, allen Teilnehmern ein unvergessliches Erlebnis bereitete.
Axel Jäschke bedankte sich für die hervorragende Unterstützung bei PORSCHE.

Er  gedachte Heinz Melkus und dessen Verdienste worauf eine Gedenkminute folgte.

Dritter im Bunde der Redner war Manfred Rotter, Organisator des gesamten Treffens, dem sich die RS-1000-Fahrer angeschlossen hatten. Durch seine und die Arbeit vieler Helfer  wurde das Treffen erst möglich.

Nach der Begrüßung waren in der Ausstellung außergewöhnliche Autos, die Sportwagengeschichte geschrieben haben, zu besichtigen. Unter vielen anderen auch der Gulf-Porsche und der 959, der die Rallye Paris-Dakar dominierte.
Im großen Veranstaltungssaal konnten die Treffenteilnehmer Fachgespräche führen ehe es zum nächsten Teil der Veranstaltung, einer Besichtigung des Werkes, ging.
Leider durfte dort, aus verständlichen Gründen, nicht fotografiert werden. Während der Besichtigung wurde aber auch dem Letzten klar, warum Porsche weltweit einen ausgezeichneten Ruf besitzt. Wer die Automobilproduktion in  der DDR kannte, fühlte sich in eine andere Welt versetzt: High Tech wohin das Auge schaut, phantastische Arbeitsbedingungen. Das Ergebnis sind Autos von Profis, die ihr Handwerk verstehen.
Der Höhepunkt der Besichtigung war ein kleiner Einblick in die Fertigung des GT, ein Auto, welches mit einem Preis von über 450.000,- Euro für die meisten Menschen ein unerschwinglicher Traum ist. Hier zeigen die Porsche-Leute, was technisch machbar ist: 612 PS bei einem Gewicht von unter 1300 kg bringen Fahrleistungen, die jenseits des Vorstellbaren liegen - ein Flugzeug für die Straße.
Das Porschemitarbeiter nicht nur kompetent und professionell arbeiten, sondern darüber hinaus auch noch ausgesprochen attraktiv sind, bewiesen die netten Damen, die die Teilnehmer durch die Veranstaltung führten.
Auch Ihnen an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön.
Das Schönste kommt zum Schluß!
Die eindrucksvollen Erlebnisse noch nicht verarbeitet ging es auf die Teststrecke des Porschwerkes. Hier sind Teilstücke der berühmtesten Rennstrecken der Welt zusammengefasst. Kaum hat man die berüchtigte Berg- und Talbahn von Laguna Seca in Kalifornien hinter sich gelassen schon befindet man sich im Castrol-S auf dem Nürburgring. Der RS 1000 fühlt sich hier wohl, wenngleich er nicht an die Fahrleistungen selbst des "harmlosesten" Porsche herankommen wird. Dem unbeschreiblichen Spass tat dies keinen Abbruch.
Die Bilder können nur einen kleinen Eindruck vom Feeling auf diesem Rundkurs vermitteln. Die meisten hätten gern noch ein paar Runden mehr gedreht und sicher ist niemand ohne den Wunsch, hier irgendwann noch einmal fahren zu können, von der Strecke gegangen.
Als das Abenteuer "PORSCHE" beendet war, folgte der RS 1000 Tross den Barkas und Framos nach Podelwitz, wo auf der Festwiese schon alles für den Empfang gerüstet war.

Die Organisatoren konnten mit ihrer Leistung mehr als zufrieden sein.

Durch Herrn Rotter und den Schirmherren der Veranstaltung Herrn Bülow, wurde die Teilnehmer begrüßt und das Treffen eröffnet.
B 1000 waren in großer Menge und jeder denkbaren Ausführung auf dem Treffen vertreten.
Der Framo, Vorgänger des B 1000 und selbst vielen Erwachsenen aus eigener Erfahrung nicht mehr bekannt, war ebenfalls in verschiedenen Varianten zu sehen. Auffallend war die liebevolle Restauration und der Zustand der Fahrzeuge, der in den meisten Fällen den Neuauslieferungszustand mit Sicherheit übertrumpfte.
Michael Bluhm im Gespräch mit anderen Fahrern.
Er stellte in den vergangenen Jahren das RS 1000 Register auf und hält die meisten Kontakte zu den Fahrzeugbesitzern.

Der erste von 101

1969 baute Heinz Melkus den ersten Wagen der Serie mit der GT_Nummer 1.
Bis 1979 sollten 100 weitere folgen.
Wie Peter Melkus auf dem Treffen erklärte, werden nicht nur fünf weitere Fahrzeuge folgen. Durch das Autohaus Melkus wird auch in den kommenden Jahren umfassend die Ersatzteilversorgung gesichert werden. Interessenten können sich direkt an Peter Melkus wenden. INFORMATION

Neben den möglichst originalgetreu erhaltenen und restaurierten Autos gab es auf dem Treffen auch einige Besonderheiten. So ein Fahrzeug mit 1600er Lada-Motor und ein anderes mit einer außergewöhnlichen und handwerklich perfekt ausgeführten Gestaltung der Heckpartie.

Trotz des Unwetters, welches am zeitigen Abend über das Festgelände hereinbrach, war das Treffen eine mehr als gelungene Veranstaltung, die kaum zu toppen sein wird. Die RS-1000-Familie war sich einig: Das darf keine Eintagsfliege bleiben. Einmal jährlich sollte ein solches Event stattfinden. In welcher Form dies geschehen soll, ist noch zu beraten.
Vorschläge sind jederzeit, ebenso wie Einträge in unser Gästebuch, willkommen.

Auf Wiedersehen - spätestens im nächsten Jahr.

PS:
Ich würde mich über Bilder anderer Teilnehmer sehr freuen.
Wer Interesse an einer CD mit den Bildern vom Treffen (ca. 140 Stück) hat kann diese bei mir bestellen (siehe unter Kontakt).
Volkmar Dietzel